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ISLAND - mit dem Pony und auf Spikes die Südküste entlang


Oder aus SOLEMON-Sicht: Über die Extreme in die Mitte gelangen


Mitte Januar war es nun soweit. Etliche schöne Dinge hatte ich bereits von Island gehört. Polarlichter wurden immer erwähnt, wenn sie denn auch wirklich gesehen wurden. Es wurde von nicht enden wollenden Stränden und von einer traumhaften Natur gesprochen. Von gutem Essen und auch von den vielen tollen Menschen, die dort leben.


Grund genug also, dass ich mich auf diese Reise mal wieder so richtig gefreut habe. Fast exakt vor einem Jahr bin ich mit Franz nach Tansania geflogen, um mir vor Ort bei den Maasai anzusehen, wo im September 2023 unser nächstes Highlight stattfinden wird und habe darüber, weil ich in der Tat richtig beeindruckt war, auch einen Blogartikel geschrieben, den du hier nachlesen kannst.


Doch so sehr mich Tansania und die Menschen dort fasziniert haben, so gegensätzlich beeindruckend schön und außergewöhnlich war die Seminar-Reise nach Island.


Zunächst bin ich bei der Erklärung, wo ich war, leicht ins Stocken geraten. Was sage ich? Ich war auf Island? Oder: Ich war in Island? Am Ende ist es egal, wie ich herausfand. In Island, wenn der Staat gemeint ist und auf Island, wenn die Insel gemeint ist. Soweit so gut.



Vollgepackt mit diversen Winterjacken und in dicken Sorel-Lammfell-Schuhen stehe ich am Gate und frage mich, was mich die nächsten Tage erwarten wird. Eisige Kälte, Eisbaden im 2 Grad “warmen” Fluss, Autofahrten über vereiste Straßen und… die Nordlichter? Was hat denn der Franz da wieder ausgeheckt? Alles, was ich so vorher von ihm gehört habe, schoss mir durch den Kopf und ich muss sagen, dass ich so eine Reise bislang noch nicht gemacht habe. Also in die Kälte. Und dann auch noch im Winter, wo es auf Island nochmals ”zäher” sein könnte?


Gelandet bin ich am Airport Keflavik in der Nähe der Hauptstadt Reykjavik nachmittags um 16:00 Uhr und es war noch hell, sodass ich im Landeanflug schon einen Teil der Insel sehen konnte. Eigentlich habe ich nur Eis und Schnee und Wasser gesehen. Wenig bis nichts also. Eis. Das war der erste Eindruck von dem, was mich die nächsten Tage erwarten wird.


Mietwagen abgeholt, rüber gefahren ins Northern Light Inn und kurz “ankommen”. Dann geht es los zum ersten Kennenlernen unserer Seminargruppe, zum Welcome-Drink und zur Einstimmung auf die Woche. Unser Seminar heißt FIRE & ICE. Netter Name, der mehr als hält, was er verspricht. Doch dazu später.



In den SOLEMON-Seminaren geht es darum, sich und sein Leben in unterschiedlichen Lebens- und Körperbereichen wieder in die Mitte zu bringen. Vorab gesagt, dies ist hier auf Island sehr gut möglich. Wir alle kommen ja gerade erst an und haben noch mehr oder weniger das Geschnatter aus unserem Alltag im Kopf. Wir sind zwar physisch bereits anwesend, doch es war richtig gut zu beobachten, wie sehr doch jeder noch in seiner “Welt” mental gefangen war. Das Seminar hatte also bereits begonnen, ohne dass es offiziell begonnen hat. Das “Geschnatter” durfte und musste sein. Die Vorbereitung fürs Seminar. Fürs Kalibrieren.


Was mir persönlich, abgesehen von der Philosophie der SOLEMON-Seminare, gefällt, ist die Tatsache, dass nichts dogmatisch ist. Alles kann, nichts muss. Jede und jeder entscheidet selbst und eigenverantwortlich, worauf sie und er sich einlässt, was sie und er mitmacht und wo sie oder er tiefer eintauchen möchte. Franz ist mit seiner beeindruckenden Seminar- und Coachingerfahrung der ideale - ich würde an dieser Stelle sagen - Wegbegleiter, um so eine Gruppe insgesamt sowie jeden einzelnen Seminarteilnehmer zu nehmen wie sie oder er ist und darauf aufbauend, neue Perspektiven und neue Optionen des Denkens und Handelns zu vermitteln.


Gleich am nächsten Morgen starten wir mit einer kleinen Ankommens-Einheit Lu Jong (tibetisches Heilyoga) draußen in der gleichzeitig eisigen wie wohltuenden Kälte. Es ist klar, dass du hier mehrere Schichten auf deinem Körper, eine Mütze, dicke Handschuhe und sonstiges warm haltendes Equipment brauchst. Übrigens gab es vor der Reise einen Zoomcall, in dem Franz auf die Besonderheiten der Reise und das, was vor Ort benötigt wird, hinwies. Für alle, die also jetzt schon überlegen, im nächsten Jahr dabei zu sein… die Vorbereitung bzgl. der Ausrüstung ist wichtig für Island im Winter.


Auf dieser Reise und wie es bei den Seminaren und Seminarreisen üblich ist, treffen wir uns jeden Morgen um ca. 7 Uhr zu einer Einheit, die täglich unterschiedlich von Franz geleitet und ausgeführt wird. Mal ist es eine Meditation, mal ist es eine Stretching-Einheit, mal ist es jedoch auch ein kurzer Impuls in Form eines Vortrags, der uns auf den Tag vorbereiten und einstimmen soll. Darüber hinaus, hat auf Island, insbesondere der Tag, mit einem Gang in die Sauna, einem ca. 10/15 Minuten Verweilen im Hot Tub bei 39/43 Grad mit einem darauf folgenden Gang in den ca. 2 Grad kalten Fluss (links und rechts am Ufer Schnee) begonnen. Natürlich nur unter vorheriger Anleitung, Einstimmung und entsprechender Atemtechnik.



Am zweiten Morgen der Reise und genau diesem vorher beschriebenen "Ritual", bestehend aus Hot Tub und eiskaltem Bach, dachte ich "Um Gottes willen… wie soll das funktionieren?”. Spätestens an Tag 3 wurde es zu einer Art Droge und ich habe mich täglich auf diese Abwechslung zwischen heiß und kalt gefreut. Fire & Ice halt. Spätestens jetzt war mir klar, warum Franz diesen Seminartitel gewählt hatte. Es ist beeindruckend gewesen zu erleben, wie schnell sich ein Körper auf diese neuen, sicherlich nicht gewöhnlichen Umstände einstellt und diese annimmt. Manche sprechen an dieser Stelle vielleicht von “abhärten”, “seine eigenen Grenzen ausloten” oder sogar “über Grenzen gehen”... Franz spricht von Regeneration auf allen Ebenen des Seins und die beginnt eben im Kopf und wirkt bis in die letzte Zelle deines Körpers.


Weiter geht`s. Das Schöne an dieser Reise, ist die Mischung aus unterschiedlichen Orten, die wir besuchen, die unterschiedlich außergewöhnlichen Dinge, die wir sehen und erleben. Wir spazieren entlang an Eis bedeckten Küsten am Nordatlantischen Ozean, wir bewundern, wie wild die Kraft des Wassers an den Küsten, am Devils Pool seiner Energie freien Lauf lässt. Und dies alles bei strahlend blauem Himmel. Diesen Nachmittag nutzen wir, um angeleitet von Franz Intentionen zu setzen, eine Art von Meditation. Was will ich auf Island lassen und nicht mehr mit zurücknehmen in meinen Alltag? Etwas außergewöhnlich, aber ich muss sagen, es wirkt nach. Der Sonne entgegen und auf den Atlantik blickend, ein wichtiger Moment der Stille im Rahmen dieser Reise. Jeder für sich.



Mit dieser neuen oder neu vorgenommenen Intention verbringen wir nun also die kommenden Tage in der Gruppe, alleine oder im Einzelgespräch mit Franz. Wir fahren mit unseren Autos die Südküste entlang zur nächsten Station. Die Unterkünfte auf Island wurden von Franz vorher gezielt ausgesucht. Es wird darauf geachtet, einen bunten Mix zu haben aus “normalen” landestypischen Hotels und individuellen Themenhotels. Gleichzeitig waren sie immer in fahrbaren Abständen so platziert, dass wir sie gut im Rahmen einer 2-3-stündigen Autofahrt erreichen konnten und wir die Südküste entlang, Richtung “südlichstem Punkt Islands”, auch immer etwas weiter gekommen sind.


Da unser Seminarleiter bereits 7 oder 8 Mal auf der Insel Seminare gegeben hat, kennt er sich bestens aus und weiß, wo geeignete Plätze für Meditationen, Atemübungen und Schneeschuhwanderungen sind. Wir hatten wirklich extremes Glück mit dem Wetter. Genauer gesagt war es die ersten Tage gleich ab morgens um 11:00, wenn die Sonne im Winter ungefähr aufgeht, bis um 16:30 Uhr, wenn die Sonne wieder untergeht, richtig schön sonnig. Jeweils unter Anleitung und wohl dosiert haben wir Atemübungen mit Blick auf die Vestmannaeyjar (Westmänner-Inseln) genossen. Schneeschuhwanderungen erlebt, die Geysire besucht und etliche weitere schöne, spektakuläre Plätze an Islands Südküste gesehen.



Nicht zuletzt die Glacier Lagoon. Neben einem Gletscher in Patagonien ist hier wohl einer der größten Gletscher der Welt zu finden, der direkt ins Meer “fällt”. Eisblöcke und Eisberge schwimmen im Wasser. Ein wunderbarer Platz, um Island zu genießen und richtig große Eisberge zu sehen. Fire & Ice. Den südlichsten Punkt hinter uns gelassen, machen wir uns schnell wieder auf ins Hotel, denn es droht eine stürmische Phase zu kommen, in der es zu Straßensperrungen und heftigen Schneefällen kommen soll. Heißt gleichzeitig, dass Teilnehmer einer solchen Reise immer mit kurzfristigen Programmänderungen rechnen müssen. Wir sind hier eben auf Island und direkt in der Natur. Und diese macht bekanntlich hier und da was sie will und nimmt wenig Rücksicht auf Seminarprogramme. Alles kein Problem. Flexibilität ist im Übrigen ein wertvoller Bestandteil psychophysischer Regeneration. Franz reagiert flexibel, wir auch. Wir haben fach- und ortskundigen Support und können individuell und flexibel - auch dank der Flexibilität der Hotels vor Ort - reagieren und unsere Weiterreise um einen Tag verschieben. Da wir zu der Zeit eh in einem besonders schönen Hotel untergebracht waren, passte dies allen Teilnehmern/-innen denke ich ganz gut. Es war das Hotel Skalakot.


Im Titel dieses Beitrags heißt es “mit dem Pony”. An dieser Stelle hat ein Teil der Gruppe einen “Island Pony”-Ausflug gewagt. Naja, es sind Islandpferde. Sehr robuste und bei eisiger Kälte draußen verharrende Tiere. Ein Pferd, das Island einmal verlassen hat, darf nie wieder zurück kommen und auf Island gibt es keine anderen Pferderassen, habe ich erfahren. Unsere Gruppe hat den Ausritt zum Wasserfall am Strand entlang sehr genossen, wie ich hörte. Dick eingepackt in besonders warmen Reiter-Overalls auf einem Islandpferd… siehe Foto.



Zu diesem Zeitpunkt der Reise - ungefähr Halbzeit - hatten wir alle schon viele Eindrücke Islands gesammelt und siehe da, die Regeneration wächst, körperliche und mentale Kräfte kommen zurück. Doch vom wohl beeindruckendsten habe ich bislang noch nicht geschrieben. Von den Nordlichtern. Den Polarlichtern. Der Aurora Borealis. Wow, was für ein Schauspiel. Ich wusste, dass wir wohl etwas Glück benötigen werden, um die Nordlichter sehen zu können. Ich weiß von einigen Island-Besuchern, die dieses Schauspiel nicht geboten bekommen haben. Wir gleich in den ersten Tagen der Reise - mehrmals - also täglich ungefähr ab ca. 22:30 Uhr. Franz hatte den Reisezeitpunkt natürlich auch den Mondphasen angepasst, sodass eine hohe Wahrscheinlichkeit gegeben ist, die Nordlichter zu sehen.Dies ist bei der kommenden Reise in 2024 übrigens auch wieder so. ;-) Du kannst dir also vorstellen, dass du nachts nach dem Dinner rausgehst und sich schon so langsam leicht erkennbare Streifen, Gestalten, tanzende Leuchterscheinungen oder wie du es nennen willst, am Himmel auftun. Die Farben wechseln, die Kreationen ebenfalls. Je später es wird, desto intensiver werden die sichtbaren Wunderwerke der Natur. Fast wie in einem Kinofilm, der langsam beginnt und dann irgendwann im Verlauf zum Höhepunkt ansetzt. Richtig beeindruckend. Einmalig schön. Die Nordlichter waren das Thema zu Beginn unserer Reise. Diese Bilder durften “verarbeitet” werden. Hier nur ein kleiner Auszug an Bildern, die wir knipsen konnten.



Ich will an dieser Stelle gar nicht weiter von den vielen tollen Orten und schönen Plätzen schreiben. Dieses Erlebnis sollte jede*r selbst erfahren dürfen. Neben der teils atemberaubenden Natureindrücken waren die Erlebnisse so, weil wir angeleitet und begleitet wurden durch und von Franz.


Erst im Laufe der Woche wurde uns klar, wie diese Reise abseits der Sehenswürdigkeiten aufgebaut war. Ankommen - kalibrieren - über die Extreme in die eigene Mitte kommen. Gute Gespräche führen - Neues erfahren und erleben - Altes reflektieren - neue Vorhaben und Intentionen kreieren, den Organismus respektieren… und gleichzeitig dabei das Leben genießen.



Regeneration auf den 7 Ebenen, wie Franz immer so schön sagt, ist etwas, das du erleben musst und nicht nachlesen kannst. Dies ist auch der Grund, warum es keine 2-tägigen SOLEMON-Seminare gibt. Lesen und Videos schauen kann jeder selbst und für sich. Doch Veränderungen im SOLEMON-Sinne geschehen nicht innerhalb von 2 Tagen, sie brauchen eben die so wichtige Erfahrung am eigenen Körper und dafür war diese Reise ein mehr als geeigneter Anlass, 2023 zu einem Jahr zu machen, wo bereits verbrauchte Energie wieder zurückgewonnen und neue Energie aufgebaut wird.


In diesem Sinne und mit den nachhaltig wirkenden Island-Eindrücken im Rücken wünschen wir euch ein energetisches Jahr 2023.


Euer Team SOLEMON


PS: Wer in 2024 mit dabei sein möchte, der möge sich bitte rechtzeitig melden, da die Gruppengröße recht begrenzt sein wird. Wir freuen uns auf dich.


Zur Seminarreise 2024: www.solemon.de/island2024


Weitere Eindrücke der Reise sind auf Instagram in den Story-Highlights zu finden.


Zum Seminarkalender der SOLEMON-Seminare 2023 gelangst du hier: www.solemon.de/seminare







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